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Was kostet ein DECT-Multizellensystem für mittelständische Unternehmen?

Ein DECT-Multizellensystem für mittelständische Unternehmen kostet je nach Größe und Ausbaustufe zwischen einigen hundert und mehreren tausend Euro. Die Gesamtkosten setzen sich aus Basisstationen, Systemsteuerung, DECT-Handgeräten und der Installation zusammen. Dieser Artikel beantwortet die wichtigsten Fragen rund um Preise, Planung und Integration eines DECT-Systems im Mittelstand.

Welche Faktoren bestimmen den Preis eines DECT-Multizellensystems?

Der Preis eines DECT-Multizellensystems hängt vor allem von der Anzahl der Basisstationen, der Anzahl der Handgeräte, der benötigten Flächenabdeckung und dem gewählten Systemtyp ab. Hinzu kommen Installationsaufwand, Softwarelizenzen und die Integration in die bestehende Telefonanlage. Diese Faktoren zusammen beeinflussen das Budget erheblich.

Konkret spielen folgende Punkte eine zentrale Rolle bei der Preisgestaltung:

  • Gebäudestruktur: Mehrgeschossige Gebäude, Produktionshallen oder Bereiche mit dicken Wänden erfordern mehr Basisstationen und damit höhere Investitionen.
  • Anzahl der Nutzer: Jedes DECT-Handgerät ist ein eigener Kostenpunkt. Bei 20 Nutzern ist das Budget deutlich überschaubarer als bei 100 mobilen Mitarbeitenden.
  • Systemsteuerung: Manche Systeme benötigen eine zentrale Steuereinheit, andere arbeiten mit einer sogenannten Master-Slave-Architektur, bei der eine Basisstation die Koordination übernimmt.
  • Funktionsumfang der Handgeräte: Einfache Sprachtelefone sind günstiger als Modelle mit Display, Rufnummernanzeige, Konferenzfunktion oder Schutzklassen für raue Umgebungen.
  • Professionelle Installation: Nach professioneller Einrichtung durch Ihren Fachhändler ist das System betriebsbereit. Diese Dienstleistung ist ein fester Kostenfaktor, der nicht unterschätzt werden sollte.

Als Faustregel gilt: Je komplexer die Gebäudestruktur und je mehr Nutzer gleichzeitig telefonieren, desto höher fällt die Investition aus. Eine sorgfältige Bedarfsanalyse vor dem Kauf spart langfristig Geld und vermeidet Fehlinvestitionen.

Was kostet eine DECT-Basisstation im Vergleich zum Gesamtsystem?

Eine einzelne DECT-Basisstation kostet in der Regel zwischen 100 und 400 Euro, je nach Hersteller und Leistungsumfang. Das Gesamtsystem inklusive Handgeräten, Systemsteuerung und Installation liegt für ein mittelständisches Unternehmen mit 20 bis 80 Nutzern typischerweise im Bereich von 3.000 bis 20.000 Euro oder mehr.

Die Basisstation allein ist also nur ein Teil des Budgets. Wer nur den Stückpreis einer Basisstation betrachtet, unterschätzt die Gesamtinvestition erheblich. Eine realistische Kostenaufstellung sollte folgende Positionen umfassen:

  • Basisstationen (je nach Anzahl)
  • DECT-Handgeräte pro Nutzer
  • Systemsteuerung oder Master-Einheit
  • Verkabelung und Montage
  • Inbetriebnahme und Konfiguration durch den Fachhandel
  • Softwarelizenzen, falls erforderlich

Ein direkter Vergleich von Basisstationspreisen verschiedener Anbieter ist daher wenig aussagekräftig, wenn die Gesamtbetriebskosten nicht berücksichtigt werden. Wichtiger ist, welche Leistung eine Basisstation bietet und wie viele Gleichzeitgespräche sie unterstützt.

Wie viele Basisstationen braucht ein mittelständisches Unternehmen?

Ein mittelständisches Unternehmen mit 20 bis 250 Nutzern benötigt je nach Gebäudegröße und -struktur typischerweise zwischen 3 und 30 Basisstationen. Eine einzelne DECT-Basisstation hat unter optimalen Bedingungen eine Reichweite von etwa 50 Metern im Innenbereich und unterstützt in der Regel 8 bis 12 gleichzeitige Gespräche.

Die genaue Anzahl lässt sich nicht pauschal festlegen, weil mehrere Faktoren die Funkabdeckung beeinflussen:

  • Wandmaterialien: Beton, Stahl und Stahlbeton dämpfen das DECT-Signal erheblich stärker als Trockenbauwände.
  • Stockwerke: Jedes Geschoss benötigt eigene Basisstationen, da das Signal Geschossdecken schlecht durchdringt.
  • Nutzungsintensität: In Bereichen mit vielen gleichzeitig telefonierenden Mitarbeitenden sind mehr Basisstationen nötig, um Kapazitätsengpässe zu vermeiden.
  • Außenbereiche: Lager, Produktionshallen oder Außengelände erfordern spezielle Outdoor-Basisstationen.

Empfehlenswert ist eine professionelle Funkmessung (Site Survey) vor der Installation. Dabei wird die Signalabdeckung im Gebäude analysiert und der optimale Standort jeder Basisstation bestimmt. Das verhindert tote Zonen und unnötige Mehrausgaben durch zu viele Basisstationen.

Was sind die laufenden Kosten nach der Installation?

Nach der Installation eines DECT-Multizellensystems entstehen laufende Kosten vor allem durch Wartung, Softwareupdates, den Austausch von Akkus in den Handgeräten sowie eventuelle Erweiterungen. Im Vergleich zu cloudbasierten Lösungen sind die monatlichen Betriebskosten eines On-Premise-DECT-Systems jedoch vergleichsweise gering.

Konkret sollten folgende Posten in die langfristige Budgetplanung einfließen:

  • Akkus: DECT-Handgeräte-Akkus haben eine begrenzte Lebensdauer und müssen alle zwei bis vier Jahre ersetzt werden.
  • Wartungsverträge: Ein Servicevertrag mit dem Fachhändler sichert schnelle Reaktionszeiten bei Störungen und regelmäßige Systemprüfungen.
  • Softwareupdates: Viele Systeme erhalten regelmäßige Firmware-Updates, die Sicherheitslücken schließen und neue Funktionen bereitstellen. Geringer Wartungsaufwand durch automatische Updates ist ein klarer Vorteil moderner Systeme.
  • Erweiterungen: Wächst das Unternehmen, kommen neue Handgeräte und gegebenenfalls weitere Basisstationen hinzu.

Wichtig für die Ausfallsicherheit: IP-basierte DECT-Systeme, die über die Telefonanlage betrieben werden, benötigen eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV). Im Gegensatz zu alten Analogtelefonen funktionieren IP-Telefone und DECT-Systeme bei Stromausfall nicht ohne eine solche Absicherung. Eine USV ist daher kein optionales Zubehör, sondern eine Grundvoraussetzung für den zuverlässigen Betrieb.

Wann lohnt sich ein DECT-Multizellensystem gegenüber Alternativen?

Ein DECT-Multizellensystem lohnt sich besonders dann, wenn Mitarbeitende sich regelmäßig im Gebäude bewegen und dabei erreichbar sein müssen. Gegenüber WLAN-basierten Lösungen punktet DECT mit robusterer Sprachqualität, geringerem Energieverbrauch der Handgeräte und einer dedizierten Funkinfrastruktur, die nicht mit dem Datennetz konkurriert.

Ein Vergleich der wichtigsten Alternativen zeigt die Unterschiede deutlich:

DECT-Multizelle gegenüber WLAN-Telefonen

WLAN-Telefone nutzen die vorhandene WLAN-Infrastruktur und sind daher zunächst günstiger in der Anschaffung. Allerdings teilen sie die Bandbreite mit anderen Datendiensten, was ohne konsequentes Quality-of-Service-Management (QoS) zu Sprachqualitätsproblemen führt. DECT operiert auf einem eigenen Frequenzband und bietet dadurch stabilere Verbindungen, besonders in Umgebungen mit hoher WLAN-Dichte.

DECT-Multizelle gegenüber Smartphones mit App

Smartphones mit einer Telefonie-App sind flexibel, aber in Produktions- oder Lagerbereichen oft unpraktisch. DECT-Handgeräte sind robuster, haben eine längere Akkulaufzeit und bieten eine zuverlässigere Verbindung in Gebäuden mit schlechter Mobilfunkabdeckung. Für Büroumgebungen mit hauptsächlich am Schreibtisch arbeitenden Mitarbeitenden kann die App-Lösung hingegen ausreichen.

Zusammenfassend lohnt sich ein DECT-Multizellensystem besonders für Unternehmen mit mobilen Mitarbeitenden in Produktion, Logistik, Pflege oder Hotellerie sowie für Büros mit mehr als zwei Etagen und mehr als zehn mobilen Nutzern.

Wie lässt sich ein DECT-Multizellensystem in bestehende Telefonanlagen integrieren?

Ein DECT-Multizellensystem lässt sich über das standardisierte SIP-Protokoll in die meisten modernen IP-Telefonanlagen integrieren. Die DECT-Basisstationen melden sich dabei als SIP-Endgeräte an der Telefonanlage an, sodass alle Funktionen der Anlage, wie Rufweiterleitung, Konferenzschaltung oder Voicemail, auch auf den Handgeräten verfügbar sind.

Für eine reibungslose Integration sind einige technische Voraussetzungen zu beachten:

  • SIP-Kompatibilität: Die Telefonanlage muss SIP-Endgeräte unterstützen, was bei allen modernen IP-Anlagen der Fall ist.
  • Netzwerkqualität: Quality of Service (QoS) mit DSCP-Tagging sollte im Netzwerk konfiguriert sein, um Sprachpakete gegenüber dem Datenverkehr zu priorisieren. Als Faustregel gilt: etwa 100 kbit/s pro gleichzeitigem Gespräch sollten für Sprachkommunikation reserviert sein.
  • Sicherheit: Moderne DECT-Systeme unterstützen TLS-Verschlüsselung für die Signalisierung und SRTP für die eigentliche Sprachübertragung. Ohne diese Verschlüsselung wäre die Kommunikation in offenen Netzwerken theoretisch abhörbar.
  • DSGVO-Konformität: Bei der Anbindung an Cloud-Dienste sollte der Serverstandort in Deutschland oder der EU liegen, um die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung zu erfüllen.

Die Integration sollte durch einen zertifizierten Fachhändler vor Ort erfolgen, der sowohl die DECT-Infrastruktur als auch die Telefonanlage kennt. Eine fehlerhafte Konfiguration kann zu Gesprächsabbrüchen, schlechter Sprachqualität oder Sicherheitslücken führen.

Wie wir bei AGFEO beim DECT-Multizellensystem unterstützen

Wir bei AGFEO bieten seit über 75 Jahren Expertise in der Telekommunikation und unterstützen mittelständische Unternehmen mit bewährten Lösungen rund um DECT-Systeme und Telefonanlagen. Entwicklung und Produktion erfolgen in Bielefeld, Made in Germany, mit konsequentem Fokus auf Datensouveränität und DSGVO-konforme Verarbeitung.

Konkret profitieren Unternehmen von folgenden Leistungen:

  • Kompatible Telefonanlagen: Unsere IP-Telefonanlagen der ES-Serie unterstützen die Integration von DECT-Multizellensystemen über SIP und bieten alle modernen UCC-Funktionen, von CTI-Integration bis zur Anbindung an CRM-Systeme.
  • Skalierbarkeit: Unsere Systeme sind skalierbar von 3 bis 250 Benutzern und wachsen mit dem Unternehmen mit, ohne dass ein Systemwechsel nötig wird.
  • Cloud-Option: Mit HyperFonie bieten wir eine cloudbasierte Telefonanlage, die sich ebenfalls mit DECT-Lösungen kombinieren lässt, monatlich kündbar ist und ohne Hardware vor Ort auskommt.
  • Zertifizierter Fachhandel: Beratung, Installation und Inbetriebnahme erfolgen ausschließlich durch unsere zertifizierten Fachhändler, die sowohl die DECT-Infrastruktur als auch unsere Telefonanlagen kennen.
  • Transparente Kostenstruktur: Wir helfen dabei, die Gesamtkosten realistisch zu planen, von der Basisstation bis zum Wartungsvertrag.

Sprechen Sie uns an und lassen Sie sich unverbindlich beraten, welches DECT-Multizellensystem zu Ihrem Unternehmen passt. Jetzt Kontakt aufnehmen und gemeinsam die passende Lösung finden.

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Niko Timm
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Veröffentlicht am:

16. Oktober 2026